Seine Herstellung gelang erst Anfang des 19. Jahrhunderts. Damals war Aluminium wertvoller als Gold. Durch immer effizientere Produktionsverfahren fiel dessen Preis jedoch sehr schnell. Heute ist bekannt, dass Aluminium nach Sauerstoff und Silicium, das dritthäufigste Element der Erdkruste und damit das am häufigsten vorhandene Metall auf der Welt ist.
Aluminium wird in Form von Futures an der Terminbörse London Metal Exchange und an der New York Mercantile Exchange (im Bereich Commodity Exchange) gehandelt. Bis zur Finanzkrise stieg der Aluminiumpreis auf über 3000 US-Dollar je Tonne und fiel dann bis zum Tiefpunkt Mitte 2008 auf unter 1500 US-Dollar.
Seit Mai dieses Jahres, als der Preis bei 2720 US-Dollar lag, ist ein klar fallender Trend erkennbar. Chartanalysten rechnen mit weiterem Abwärtspotential, wenn der Trend in den nächsten Handelstagen nicht deutlich nach oben durchbrochen wird.
Wegen der schwächeren Weltkonjunktur fürchten Beobachter, dass die Nachfrage nach Aluminium in den nächsten Monaten unter den Erwartungen liegen wird. Die Entwicklungen der europäischen Staatsschuldenkrise wirken sich sehr negativ auf das Marktvertrauen aus. Die Nachfrage nach Neuwagen in Europa liegt weit unter den am Anfang des Jahres gesetzten Erwartungen. Deshalb prognostizieren Analysten, dass die Aluminiumnachfrage aus der Automobilbranche im zweiten Halbjahr, verglichen mit den ersten sechs Monaten, um 16 Prozent einbrechen könnte. Auch im Flugzeugbau sehen die Prognosen nicht zuversichtlicher aus. Maschinenbauer sind traditionell wichtige Abnehmer von Aluminiumprodukten.
Sollten sich die ständig anhaltenden Rezessionsängste um die USA bewahrheiten und sollte es zu keiner Lösung der Schuldenkrise in Europa kommen, wird dies den Aluminiumpreis weiterhin drücken und unvorhersehbare Folgen für die Emerging Marktes nach sich ziehen. Das besondere Augenmerk liegt dabei auf China, da das Wirtschaftswachstum dieses Landes maßgeblich für die gestiegene Nachfrage nach Aluminium in der vergangenen Dekade verantwortlich gewesen ist.
Quelle: www.finanzen.net